Passend nach langer Abstinenz, beginnt “es” wieder mit Kaffee. Denn berauscht von der Schönheit des neuen Objektes in der Wohnung, wird dieser Tag garantiert auch berauscht Enden. Es gibt einfach zu viele Sorten, die getestet werden wollen.
Nostalgische Gefühle bekommen und nach einem Weg der Kompensation gesucht. Versucht mit einem Revival des 4-2-1 Vergangenheitsbewältigung zu betreiben.
Nein. Was ich an besagtem Morgen echt definitiv nicht sehen möchte, ist die noch zu einem Siebtel volle Kaffeetasse von Freitag Nachmittag, mit einem Kaffeelöffel und einem Joghurtlöffel in der — nennen wir es mal — Substanz gefangen, deren Konsistenz Merkmale aufweist, so dass man das gesamte Konstrukt spontan testweise um 180 Grad entlang der Gravitationsfeldlinien drehen kann ohne das etwas passiert!
Heute morgen erstmal einen Kaffee am Hauptbahnhof gebraucht, da mein geistiger Zustand auch nach dem Zugaufenthalt, zusammen mit 200% Anderen Hin- und Herreisenden, immer noch bei 30% war — Minus. 30% Minus.
Momentan schwer zu beantworten. Die Finger bewegen sich, ich nehme Farben wahr, aber irgentwie ist alles weit weg. Obwohl ich mit der Hand alles erreichen kann könnte. Wäre da nicht der Drang sich nicht zu bewegen. Sich hin zu legen. Oder besser sitzen zu bleiben und im Stuhl mal etwas die Augen zu schonen. Unermüdlich versucht die Sonne mich wach zu machen, aber sie hat nicht bedacht, dass das grelle Licht meine Augen zusammen drückt. Die logische Folge davon ist ein halb-Chinese fast-Schlafwandelnder. Trotz anhaltendem Konsums von heißen-tief-schwarzen Getränken in großen Protionen, lässt sich nicht sagen, ob sich viel ändert, oder die Situation sich verbessert. Allerdings möcht ich gar nicht daran denken, was wäre, wenn ich keinen Kaffee getrunken hätte. Wahrscheinlich hätte ich in diesem Augenblick schon den Abdruck eines “A” auf der Stirn. Zwei Dinge gibt es die mich gerade freuen:
Was mich jetzt allerdings gerade wieder traurig stimmt, ist die Tatsache, dass ich bereits wieder den Boden meiner Kaffeetasse erkennen kann. Deshalb muss ich all meine kräfte sammeln, um den gefühlten Weg um die halbe Erde zum Lebenselexier zu schaffen…
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