Kino
zeroterm | 19. November 2009 | 10:33Irgendwie seltsam. Kino. Das Kinoprogramm im besonderen. Also genau genommen das Kinoprogramm der letzten Zeit1. Klar alles subjektiv, aber ich persönlich bin wenig davon begeistert diese Masse an deutschen Filmen, à la “ich näh ein kleines Plüschtier, geb dem Stoff-und-Watte-Batzen nen scheiß Namen, zieh ne Kackfresse und warte darauf dass mich ne beliebige Schrulle niedlich findet” auf dem Programm zu sehen2. Nicht weil sie deutsch sind; nicht dass man hier annimmt ich wäre antideutsch eingestellt3. Der Punkt ist, dass bis auf eine paar Perlen4 das deutsche Kinobusiness nichts aus den Fabriken lässt was ich mir anschauen könnte bzw. das Ende des Films nur unter den Konditionen besonderer Leidensfähigkeit und Willenstärke erreiche.
Gut, gut, die Deutschen sind da nicht die Einzigen5. Auffallend ist bei mir nur, dass ich ganz oft bei der Filmliste des örtlichen CineCitta folgendes passiert: Filmtitel lesen, Augenbrauen runzeln, drüber nachdenken, Cover betrachten, Gesicht verziehen, anklicken, Film-Screenshots betrachten, den Film schlecht finden, mit mir selbst wetten dass es ein deutscher Film ist, Wette zu 80% gewinnen6.
Was mich also wirklich nervt, man mag es schon herausgelesen haben, dass einfach nur Mist im Kino läuft und dass kann ganz schön deprimieren, wenn man eigentlich ganz gerne mal ins Kino geht, sich aber zunehmend denkt, ob es die Zeit überhaupt wert ist die aktuelle Kinofilmliste zu öffnen.
Aktuelles Kinointeresse:
- Final Destination – Death Trip – 3D,
- Jennifer’s Body7 und
- Gesetz der Rache
Immerhin wecken noch ein paar mein Interesse. Aber wie man mit nur Interesse ins Wasser fallen kann, musste ich vor kurzem mit den Ingloriösen und den Bluthungrigen feststellen.
- also: so die letzten Wochen
[↩] - dicht gefolgt von “Ich klau mir eine düstere Filmcover-Idee, wähl ein Wort das niemand kennt als Filmtitel, wirke insgesamt wie ein Horrorfilm und zeige Bilder die man aus ‘Heidi’ remastern hätte können” [↩]
- Mein ”Antiphilie“ beschränkt sich grundsätzlich nicht [↩]
- Der Eisbär mit Til Schweiger, Das Expriment mit Moriz Bleibtreu, Lola rennt mit Franka Potente, mehr fallen mir grad net ein [↩]
- siehe USA mit Inglorious Bastards, der es mir nicht mal wert ist einen Link dafür rauszusuchen, von Kwentin Tärändino, welchen ich mit Absicht falsch schreibe, oder Süd Korea mit Durst, der mit Vampirismus so viel zu tun hat wie Schrödingers Katze mit dem Preis für besonders süßes Schnurren [↩]
- in den anderen 20% gewinne ich auch, dass ist das schöne daran mit sich selbst zu wetten [↩]
- Das ist ein Film, ich schwöre das ist nur ein Film
[↩]
KategorienBewegte Bilder, Lebenszeichen
Tagsangenervt, deutsch, film, interesse, kino, real life







Jup, geht mir zur Zeit ganz genauso. Würde gerne mal wieder und finde nix.
Und meine Phobie gegen deutsche Filme ist auch bekannt. In der Richtung, bin ich richtig rassistisch. Eine Ausnahme fällt mir gerade nicht ein… “Aimée und Jaguar” eventuell, aber auch da musste ich mich etwas durchzwingen, also eher nicht.
tsja so ist das… heute bin ich auch im Kino, in 2012, mal sehen wie des wird. Der Film wird mir wahrscheinlich nicht so gefallen, aber ehrlich gesagt macht mir das dann doch nicht soo viel aus, da Kino gehen an sich schon cool ist, sofern man mit den richtigen Personen geht.
Nehme an, unsere Interessen überschneiden sich nicht, oder?
Nö, tun sie nicht. Das einzige was mich an dem Film interessieren würde ist John Cusack. Aber das reicht bei weitem nicht…